noch 2 1/2 Stunden

2. Bericht

Es sind noch zweieinhalb Stunden, bis die Feier beginnt. Als ich diesen Text begonnen habe, waren es noch zwei Stunden mehr, aber inzwischen habe ich mit meiner Mum die neue Kaffeemaschine eingeweiht und nach Bedienungsanleitung gestartet und liege jetzt mit Mia ein wenig auf dem Bett herum.

Die „Heilig Abend Zeremonie“ startet dann um 18 Uhr. Vorher war ich schon todesmüde und wusste nicht, wie ich das schaffen soll bis 18 Uhr durchzuhalten. Fragte mich, ob ich mich wohl mal hinlege?! Aber jetzt bin ich wieder fit und wach und bereit für den Abend.

Ich habe heute alle vier Pferde bewegt. Habe geduscht und gehe nachher noch mit unserem Hund raus. Ein schönes Weihnachtsfest. Ich habe das Gefühl allen Tieren gerecht geworden zu sein und das bedeutet mir so viel!!

Dann folgt später die Feierei und dann ist auch irgendwann alles gut.

Aber ich nehme mir für heute vor, ganz lange durchzuhalten! Ich habe nichts zu verlieren. Morgen haben wir keinen Stalldienst und ich kann morgen ausschlafen und mir auch das ein oder andere Glas Wein genehmigen.

Was mir auffällt aber ist, dass ich wenig Journalistin bin gerade, aber viel Tochter, viel Enkeltochter, Schwester. Jetzt ist Zeit nochmal Distanz aufzubauen. Oder will ich heute mitfühlen? Will ich heute nicht vielleicht doch einmal Tochter sein? Als Enkeltochter meine Großeltern lieben und schätzen? Meinen Onkel umarmen und familiäre Liebe spüren? Meine Schwester bei mir wissen?

Vielleicht lasse ich mich erstmal auf meine Gefühle ein und gehe einfach dann auf Distanz, wenn es passend ist und ich das brauche.