In was für einer Welt lebe ich eigentlich?!

Heute Morgen habe ich mit einer sehr guten Freundin geschrieben und erst gemerkt, was sich hier in der ambulant betreuten WG an Unmut in mir aufgestaut hat.

Ich kann nicht einmal alles aufzählen, weil es so grotesk und mir unglaublich peinlich ist in so einer Situation zu leben. Ich mag meine Mitbewohnerinnen beide, aber diese Unreinheit und dieser Schmutz ist langsam nicht mehr erträglich. Es ist an der Zeit, dass die Bombe platzt.

Ich liebe es, wenn es sauber ist. Ich sauge und wische mein Zimmer oft, ich staube oft ab, mache meine Wäsche, putze mir kleine Quadrate auf der Küchenzeile, weil sie sonst so dreckig ist und ich echt nicht alles machen kann und will. Ich lege mir immer ein Küchenhandtuch auf meinen Platz, weil ich ein sauberes Handtuch möchte und nicht eines, mit dem sich A. schon das Gesicht abgetrocknet hat.

Das sind nur Nebensächlichkeiten. Was hier sonst so vor sich geht habe ich teilweise geschrieben, aber die krassesten Dinge… dafür schäme ich mich einfach zu sehr und ich bin meiner Freundin unglaublich dankbar, dass sie mir zugehört hat.

Es ist wohl an mir, all die Themen anzusprechen. Aber manchmal finde ich, dass das nicht in meine Hände gelegt werden sollte, sondern Chefsache (Betreuersache) ist. Weil es in meinen Augen so langsam unhaltbare Zustände werden. Aber klar… „ich“ halte es nicht aus (meine Mitbewohnerin C. wohl schon), „ich“ störe mich an der Situation.

Ich habe vorher auch mit meiner Schwester telefoniert und sie sagte, dass wir uns manchmal hinter Ausreden verstecken, um etwas nicht ansprechen zu müssen und da hat sie Recht. Das tue ich.

Es dauert, glaube ich, nicht mehr lange, bis hier mal alles in Luft fliegt.

„Dank“ Corona finden momentan keine WG-Besprechungen statt, aber vielleicht gehört meine Wut auch gar nicht da hin, sondern einfach konfrontativ zu Mitbewohnerin A. Aber ich hätte schon gerne, dass meine Betreuerin oder mein Betreuer dabei ist.

Gleich habe ich Betreuung bei Herrn Lustig und darauf freue ich mich. Ich will ihn etwas fragen. Nämlich: wie (?) kann man so etwas nicht merken? Und ihm dieses Bild hier zeigen:

Wie und warum? Ich begreife das einfach nicht.

bis ich das nächste Mal vom Pferd falle

„Fräulein Voni, jetzt sind Sie uns los, bis Sie das nächste Mal vom Pferd fallen oder etwas anderes passiert!“, ich mag meinen Chirurgen und dass er, trotz Mundschutz und Handschuhen in dieser schweren Krise (Corona), den Humor nicht verliert.

Natürlich habe ich nicht vor wieder mit Pferd zu stürzen. Aber mein Voni stolpert einfach manchmal und da könnte soetwas schon passieren. Aber lasst uns das Beste hoffen, was hieße, das Pferd und Reiter wohlauf sind und bleiben.

Ich bin dann noch in die Apotheke gelaufen und habe ein Rezept eingereicht. Morgen kann ich die Medikamente holen und ich war bei meiner Lieblingsapothekerin, das war schön!

Am liebsten würde ich nochmal Sport machen heute. Aber meine zwei Spaziergänge (knapp 7 km 1x und 1x genau 4 km), haben meinen Beinen heute schon eigentlich genug abverlangt. Und ich gönne meinem Körper seit vielen Tagen, nicht einen einzigen Tag Auszeit. Zumal ich gleich noch mit unseren Hund raus muss, weil mein Vater mal wieder zu faul ist (oder tue ich ihm Unrecht?).

Mir jedenfalls würde es auch für heute reichen. Aber natürlich nehme ich Rücksicht auf meinen Vater. Er ist auch nicht mehr der Jüngste. Trotzdem bleibt das Gefühl, dass er zu träge ist, zu faul (ja, es tut mir ja auch leid, dass ich urteile).

Jedenfalls gehe ich jetzt gleich mit Mia Gassi, aber davor schreibe ich noch meiner Lieblingsbetreuerin eine Mail!

Und dann gehe ich vielleicht doch noch eine Weile aufs Ergometer. Ich kann’s einfach nicht lassen. Es muss immer mehr gehen. Schneller. Größer. Höher. Weiter.

Ach Leben!

Meine Liebe zu den Pferden.

meine Mutter und ich fahren gleich zusammen zu den Pferden und versorgen diese.

Wir schieben den Mist zusammen und schaffen ihn aus dem Stall, kehren, füllen die Heuraufen mit frischem Heu auf, kontrollieren die Tränken, sammeln Bollen, kehren den Paddock und streuen Stroh ein und wir hören nicht eher auf bevor alles blitzt und blinkt! Zum Schluss bekommt noch jedes Pferd einen Eimer mit entsprechend abgestimmtem Futter.

Diese Arbeiten werden je zwei Mal am Tag fällig – und es bereitet mir jedes Mal große Freude! Am liebsten kehre ich 😉.

Wir gehen dann mit den Pferden spazieren, lassen Sie freilaufen, reiten oder stellen sie zum Spielen auf die Winterkoppel. Am Hof gibt es sogar ein Laufband, das Voni manchmal nutzen darf!

Wir sind seit 21 Jahren in diesem Stall.

Es gibt außerdem eine Ovalbahn, es hat ein Dressurviereck und einen Longierzirkel/ Roundpen. Es gibt sogar ein Solarium. Und einen Deckentrockner. Unser Ausreitgelände ist auch schön.

Es ist immer eine Freude zu den Pferden zu kommen. Trotzdem schaffe ich es manchmal psychisch nicht. Aber es klappt gerade ganz gut und das freut mich!

Seit meinem Sturz (vor etwa 11 Wochen) mit Voni zusammen, war ich letzte Woche das erste Mal wieder Reiten. Das war echt schön!

Ich bin sehr froh, dass es all unseren Tieren gerade so gut geht. Es ist ein ruhiges und entspannendes Gefühl, wenn man zu den Pferden kommt. Ein Gefühl das ich liebe!!

Voni

Im Briefkasten war nichts für mich dabei.

„Erinnerst du dich noch daran, dass der Druck immer irgendwann auch wieder weg geht?“, frage ich mich selbst und ich weiß, dass er nachlassen wird. Aber wann? Und wie lange muss ich diesen Zustand noch ertragen?

Ich habe meinem Betreuer eine Mail geschrieben und er hat mir sogar geantwortet. Er konnte mir aber nicht so helfen, wie meine Betreuerin es gekonnt hätte… das muss er ja auch nicht. Nach einem Kontakt zu meiner Betreuerin hätte ich mich jedoch gesehnt, da das Loch heute besonders weh tut, aber heute ist mein Betreuer zuständig.

Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich es aushalten soll! Was? Alles. Mein Leben. Meinen Zustand. Meine Existenz. Ich weiß nicht wie ich aushalten soll, dass ich nicht mehr aushalten kann und dann schließt sich der Kreis auch schon!

Die Sonne scheint, das Leben lacht mich an. Aber wie in einer Art Zwang trete ich es mit Füßen und habe dabei meine schwarze Brille auf. Ich würde so gerne jetzt einfach innerlich aufmachen, lächeln und mich beruhigen. Aber stattdessen tauchen Erinnerungsfetzen auf und ich beiße die Zähne aufeinander um nicht los zu schreien – als könnte ich es.

Am liebsten würde ich den Schmerz rausschneiden. Aber was habe ich davon? Es bleibt nur wieder viel Geld auf der Strecke, das ich für Verbandsmaterial, Steri-Strips und Wundgaze ausgeben müsste. Zum Nähen würde ich ohnehin nicht gehen. Zu unsicher.

Mein Kiefer hängt, weil ich so fest zugebissen habe. Meine Augen streifen über die Buchrücken nie gelesener Bücher. „Jetzt hast du doch Zeit!?“. Ich nehme keins davon aus dem Regal.

Stattdessen sitze ich, wegen des Rentenbescheids, wartend auf meinem Bett und versuche den Krampf aus dem Bein zu bekommen… Ich hab es zu lang angespannt.

Ich habe den Briefkasten schon geleert: es war nichts für mich dabei. Jetzt warte und hoffe ich auf morgen! Und so geht es tagein, tagaus.

2,5 mg Tavor

Es ist 6 Uhr morgens und mein Tag beginnt mit 2,5 mg.

2,5 mg Tavor.

Ich hänge in Panik fest, Tränen schütteln mich und ich kann mich nicht beruhigen. Der Tag hat noch nicht einmal richtig angefangen und ist doch schon irgendwie gelaufen!

Gleich fahre ich mit meinen Großeltern zu den Pferden und bis dahin muss ich wieder Fassung beweisen. Ich kann nicht weinend vor ihnen zusammenbrechen… oder Ähnliches.

Eigentlich ist das der Punkt an dem ich sagen dürfte, dass es mir zu viel ist und ob ich Zuhause bleiben kann. Ich glaube es würde niemand „nein“ sagen (habe ich noch nie probiert). Aber damit würde ich mich viel zu sehr zeigen. Würde mein Innen aufmachen. Wär zu verletzlich.

Werfen mich 1,2 kg Gewichtszunahme so aus der Bahn?

Zum Glück habe ich heute noch Betreuung bei meiner Lieblingsbetreuerin! Ich hatte gestern schon unseren Termin vorbereitet, konnte es dann aber nicht ausdrucken und es auch nicht speichern, weil es nicht mein eigener Laptop war. Aber ich werde es wohl irgendwie noch erinnern und zusammenbekommen.

Jetzt gilt es zu Atmen. Ruhiger werden. Nicht im Strudel abwärts versinken, sondern das Beste aus dem Tag heraus zu holen. Und vielleicht tun mir die Pferde ja gleich auch einfach total gut!

Mein Voni

Peripher vorhanden.

Im Grunde genommen, bin ich nur peripher vorhanden. Und ich suche meine Motivation. Motivation um einen Brief zu schreiben, Joggen zu gehen oder wenigstens aufs Ergometer zu sitzen und „eine Runde zu fahren“. Stattdessen liege ich mit Mia auf der Couch.

Nachdem ich gestern in der WG fleißig war (Bad geputzt, Wäsche gemacht, Zimmer geputzt) und beinahe den Ekel-Tod gestorben bin, bin ich gerade zu meinen Eltern gefahren und weiß noch nicht wie lange ich bleibe.

Der Ekel-Tod überkam mich, als ich das Putzwasser vom Wischen ins obere Klo gekippt habe. Ich gehe da normal nicht drauf, weil es immer stinkt und eklig ist – aber was ich gestern sah, hat alles übertroffen was mir bis dahin schon ein Graus war. Hinten war die Schüssel und die Klobrille verschissen und vorne voll mit Menstruationsblut. Wie kann man nur? Wie kann man? Ich begreife das nicht. Und aus diesem Anlass bin ich heute Morgen geflohen. Es schüttelt mich einfach! Ich verstehe es nicht. Es kann ja passieren (nee, eigentlich nicht?!), dass man mal was dreckig macht, aber warum wischt man es dann nicht einfach weg oder schnappt sich einen Badreiniger oder so?

Das hat doch auch etwas mit Respekt zu tun!?

Ich mache auch eklige Dinge: ich kotze ins Klo. Aber jedes Mal reinige ich alles gründlich! Ich achte auch darauf möglichst schnell nach dem Essen zu erbrechen, damit es nicht nach Kotze riecht. Und dass ich hinterher alles sauber mache ist Ehrensache! Ich werde mich nicht bei meinen Mitbewohnern A. und C. beschweren, aber ich werde dieses Klo nicht mehr betreten. Zum Glück haben wir im Keller ein Zweites, das, dessen Porzellan ich oft umarmt habe um mein Essen wieder loszuwerden. Ich habe beschlossen, dass ich das nicht mehr tun werde. Auch aus Respekt. Ich kann nicht von anderen erwarten, dass sie eklige Sachen sein lassen, wenn ich selbst Ekliges tue. Aber ich bin mir selbst gegenüber trotzdem dankbar, dass ich Sauberkeit hochansiedle.

Im Grunde genommen, bin ich nur peripher vorhanden! Ich bin abwesend. Schockiert. Traurig, aber in erster Linie angeekelt. Aber so sehr ich das Ekelgefühl spüre, so wenig bin ich präsent… eben nur an der Peripherie meiner Existenz. Was bin ich? Wer bin ich? Was will ich und was möchte ich vorleben?

Ich brauche jetzt Zeit für mich. Deshalb bin ich auch raus aus der WG und zu meinen Eltern. Irgendwie setzt mir das alles total zu und ich weiß gar nicht weshalb!

Müde bin ich, geh zur Ruh’…

Naja nee doch nicht. Müde bin ich zwar, aber ich gehe zu Mia und Voni. „Zur Ruh'“ dauert noch etwas.

Voni und mich habe ich folgenden Plan vor: ihn gründlichst zu putzen, dann darf er aufs Laufband und anschließend unters Solarium. So mal die Planung… denn es kann immer sein, dass etwas nicht frei ist und dann muss ich meinen Plan umwerfen. Das wäre doof und schade. Aber ich hoffe einfach, dass um die Mittagszeit jetzt noch nicht allzu viel los ist. Das ist dann heute meine:

„Voni-Verwöhn- und Wellness-Behandlung“ und darauf freue ich mich total! 😊

Die „Perle“ in meinem Finger

Vor nun genau 8 Wochen sind Voni und ich total heftig gestürzt. Er ist gestolpert und eingeknickt und ich vornüber herunter gestürzt. Ich sah noch wie er sich überschlagen hat. Ich hatte eine riesen Angst um ihn! Zum Glück hat er sich nicht verletzt, bis auf ein paar Prellungen, der Sattel hat ordentlich was abbekommen, vielleicht hat der ihn auch etwas geschützt.

Mir tat erstmal nichts weh, ich hatte die volle Adrenalin-Dröhnung. Aber ich hab schon gemerkt, dass was nicht stimmt. Ich habe mich aber erstmal um meinen Helden gekümmert. Ganz viel mit ihm geredet und ihn heim in den Stall geführt.

Am Montag bin ich dann doch zu meinem Chirurgen gegangen, weil sich die Schmerzen manifestierten und stärker wurden und es wurden mehrere Röntgenbilder gemacht. Dabei kam heraus, dass ich mir rechts das „Radiusköpfchen“ (Ellbogen) gebrochen hatte, links das Handgelenk (das stehe aber gut und heile mit Gips) und der rechte Ringfinger war so gebrochen, dass er operiert werden musste.

Die OP (in Vollnarkose) fand dann einige Tage später statt und mir wurde ein Stab in den Finger gesetzt. Mein Onkel fragte so nett, wann ich die „Perle“ wieder rausbekomme. Soweit war es dann letzte Woche. Dieser Eingriff war jedoch unter Regionalanästhesie möglich.

Es war rückblickend keine einfache Zeit, aber sie hat mich jeden Tag mehr gelehrt Hilfe anzunehmen. Ich konnte mit je einem Gips pro Arm, also rechts UND links, nicht einmal selbst meine Haare waschen. Man kann es sich schwer vorstellen, aber selbst aufs Klo gehen wurde zur Herausforderung, was ich aber zum Glück selbst konnte. Auch habe ich mich selbst waschen können, unter Schmerzen (an dieser Stelle ein Danke an „Tilidin“ xD).

Jetzt bin ich soweit wieder hergestellt. Mein linkes Handgelenk tut noch weh, aber es wird besser. Beim Ringfinger wurde gestern der Faden gezogen und ich habe ihn heute, seit genau 8 Wochen, das erste mal wieder ohne Gips, Draht/ Stift, Verband oder Pflaster. Krasser Scheiß ist das ein geiles Gefühl (sorry, musste mal genau so raus!)

Es sind wieder so viele Tage ohne einen Beitrag hier ins Land gezogen. Es liegt wohl daran, dass es mir sehr sehr schlecht geht die letzte Zeit. Immer wieder war Klinik eine Option. Aber ich schaffe es bislang ohne.

Meine Lieblingsbetreuerin ist am Dienstag wieder da und bis dahin will ich in jedem Fall durchhalten. Dann entscheiden wir neu. Mein Betreuer aber ist da. Wenn ich in Not bin, darf ich mich sicherlich bei ihm melden!

Gerade war ich mit unserem Hund spazieren. Es war ein schöner Start in den Tag, das Wetter herrlich und ich, nach Wochen, endlich einmal für ein paar Minuten ohne inneren Druck, der mich sonst gerade schier zum explodieren bringt.

Die letzte Woche habe ich hauptsächlich in der ambulant betreuten WG verbracht und war wenig bei meinen Eltern. Das war eine gute Erfahrung. Ich hoffe, dass ich das weiter so machen kann.

Gleich fahre ich dann wieder nach Hause in die WG und nächste Woche steht ein 3er Gespräch mit meinen beiden Betreuern an. Die Woche darauf bin ich mit meiner Betreuerin bei meiner Psychiaterin.

Meine best wirksame Ablenkung ist derzeit Sport. Ich gehe Laufen, Spazieren, mache Freeletics und Workouts mit George Jones. Ein bisschen übertrieben mag es sein. Gestern konnte ich nicht einmal einen Spaziergang zu Ende bringen, weil ich so schwach war.

Ich hoffe sehr, dass der innere Druck und das innere Chaos bald aufhören. Es ist ein ekliges Gefühl und es zerreißt mich fast. Meine Betreuerin sprach von radikaler Akzeptanz und Achtsamkeit und letzterer widme ich mich jetzt: Zeit für eine Meditation mit 7mind!

noch 2 1/2 Stunden

2. Bericht

Es sind noch zweieinhalb Stunden, bis die Feier beginnt. Als ich diesen Text begonnen habe, waren es noch zwei Stunden mehr, aber inzwischen habe ich mit meiner Mum die neue Kaffeemaschine eingeweiht und nach Bedienungsanleitung gestartet und liege jetzt mit Mia ein wenig auf dem Bett herum.

Die „Heilig Abend Zeremonie“ startet dann um 18 Uhr. Vorher war ich schon todesmüde und wusste nicht, wie ich das schaffen soll bis 18 Uhr durchzuhalten. Fragte mich, ob ich mich wohl mal hinlege?! Aber jetzt bin ich wieder fit und wach und bereit für den Abend.

Ich habe heute alle vier Pferde bewegt. Habe geduscht und gehe nachher noch mit unserem Hund raus. Ein schönes Weihnachtsfest. Ich habe das Gefühl allen Tieren gerecht geworden zu sein und das bedeutet mir so viel!!

Dann folgt später die Feierei und dann ist auch irgendwann alles gut.

Aber ich nehme mir für heute vor, ganz lange durchzuhalten! Ich habe nichts zu verlieren. Morgen haben wir keinen Stalldienst und ich kann morgen ausschlafen und mir auch das ein oder andere Glas Wein genehmigen.

Was mir auffällt aber ist, dass ich wenig Journalistin bin gerade, aber viel Tochter, viel Enkeltochter, Schwester. Jetzt ist Zeit nochmal Distanz aufzubauen. Oder will ich heute mitfühlen? Will ich heute nicht vielleicht doch einmal Tochter sein? Als Enkeltochter meine Großeltern lieben und schätzen? Meinen Onkel umarmen und familiäre Liebe spüren? Meine Schwester bei mir wissen?

Vielleicht lasse ich mich erstmal auf meine Gefühle ein und gehe einfach dann auf Distanz, wenn es passend ist und ich das brauche.